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Transport & Logistik

Hilfsmittel bei der Lkw-Verladung: Auswahl der richtigen Ausrüstung und Sicherheitsvorkehrungen

Jeder Transport beginnt mit dem Beladen und endet mit dem Entladen. Die Lkw-Fahrt ist eigentlich nur ein Zwischenschritt beim Lebensmitteltransport. Die Verladung ist daher ein Schlüsselschritt in der Logistik, durch den der Kunde seine Produkte erhält und der unter Einhaltung von Sicherheitsvorschriften durchgeführt werden muss.

Risiken bei der Lkw-Verladung: ein Unfallschwerpunkt beim Warentransport auf der Straße

Stürze, Kollisionen in der Ladezone, Quetschungen von Händen oder Füßen, schwere Verletzungen, Rückenschmerzen … die Verladung bleibt eine gefährliche Aktivität: Beim Warentransport auf der Straße passieren 9 von 10 Unfällen während eines Halts beim Be- oder Entladen. Einer von 10 Unfällen passiert auf der Straße, während des Transports.

Laut des französischen Instituts für Arbeitssicherheit INRS gehen jährlich 2.500.000 Arbeitstage wegen Verletzungen verloren, was 81 Ausfalltagen pro Jahr und Unternehmen entspricht!

Die häufigsten Unfälle sind dabei Stürze: sie machen 32 % der Unfälle aus, ein großer Teil davon sind Stürze von der Ladebordwand: der Platz ist begrenzt, die Ladung teilweise sehr schwer und sperrig, sodass der Lagerarbeiter schnell das Gleichgewicht verlieren und von seinem Arbeitsplatz fallen kann. Laut Rémi Paing, Berater bei Fraikin, ist “eine Ladebordwand 2,50 m breit, also die Breite eines Lkws. Die Arbeiter nehmen oft zwei Paletten, die jeweils 1,20 m breit sind. Da bleibt also nicht mehr viel Platz.”

Es kommt ebenfalls zu Stürzen auf dem Boden, wie bei Kollisionen in der Ladezone oder wenn jemand mit dem Fuß über eine Palette stolpert.

Auch kommt es zu Quetschungen oder zur Abtrennung von Gliedmaßen: “Ich habe dramatische Unfälle miterlebt; da haben Lagerarbeiter die Ladebordwand falsch bedient und die Ladung ist auf sie gefallen”, fügt Paing hinzu.

Die Verladung sicher gestalten: die Gefahr bannen

Die Geräte und das Zubehör für die Lkw-Verladung werden regelmäßig kontrolliert: laut Gesetz müssen Ladebordwände alle 6 Monate überprüft werden.

Verschiedene Hilfsgeräte können die Sicherheit der Lagerarbeiter erhöhen: Sicherheitsbarrieren an der Ladebordwand, einziehbare Treppen oder Trittbretter für einen einfacheren Zugang, elektrische Heckvorhänge, Kippschutzsysteme für Muldenkipper, automatische Türöffnung oder auch Lastenanzeiger.

Daneben existieren weitere, nicht mechanische, Lösungen wie Bodenmarkierungen, die Beseitigung von Hindernissen oder sogar die Neuorganisation der Arbeit, um zu viel Hektik gleichzeitig an einer Entladestation zu vermeiden.

Natürlich müssen die Arbeiter entsprechend ausgerüstet sein: das Tragen von rutschfesten Sicherheitsschuhen, eines Schutzhelms, einer Schutzbrille und von Warnkleidung ist meistens unerlässlich.

Und schließlich bleibt die Schulung und Information der Fahrer von grundsätzlicher Bedeutung: Maschinenfehler werden immer seltener und es ist oft der Fahrer, der in Eile, aus Nachlässigkeit oder Unachtsamkeit einen für sich oder andere fatalen Fehler begeht. Die Prüfung und Meldung von technischen Problemen sollte immer Vorrang haben.

Dass der Verlust von Waren oder Lebensmitteln dem Verlust eines Menschenlebens vorzuziehen ist, sollte allen Beteiligten klar sein. Die Sicherheit von Fahrern und Lagerarbeitern steht an erster Stelle.

Gestaltung des Transports mit den geeigneten Verlademöglichkeiten

Die Verladung beschreibt das Be- oder Entladen von Waren für die Lagerung, den Versand oder den Verkauf.

Dafür werden Fahrzeuge entsprechend der transportierten Waren und Güter, der logistischen Organisation oder des Budgets des Kunden ausgestattet.

Automatisierte Verladung

Zur Verringerung des Gefahrenrisikos und Entlastung des Fahrers, werden mechanische Vorrichtungen zum Verladen in die Fahrzeuge installiert.

Laut Rémi Paing ist das für alle Situationen am besten geeignete Hilfsmittel die Ladebordwand: “Die am weitesten verbreiteten Vorrichtungen für den Warenumschlag sind alle Arten von Hebebühnen, insbesondere die Ladebordwand: ohne sie wäre die Arbeit heute nur schwer vorstellbar. Bei Fraikin haben wir zwischen 10 und 15.000 davon.”

Die Ladebordwand ist dabei unumgänglich: in Frankreich sind mehr als 220.000 gewerblich genutzte Fahrzeuge damit ausgestattet und sie wird jeweils mehr als 10 Mal täglich betätigt. Die Hebekapazität reicht dabei von 500 Kilo bis zu drei Tonnen.

Außer Ladebordwänden gibt es noch weitere Vorrichtungen:

  • Schienen: um Lebensmittel, wie Schlachtkörper, vertikal zu bewegen, können an der Decke des Anhängers Schienen angebracht werden.
  • Durch Schubbodensysteme wird vermieden, dass Sattelauflieger gekippt werden müssen.
  • Krane.

Manuelle Lkw-Verladung

Seit jeher haben Männer und Frauen ihre Muskelkraft zum Transport von Gegenständen genutzt. Die Arbeit ist jedoch anstrengend, das Unfallrisiko hoch und Muskelprobleme häufig.

Menschliche Arbeitskraft ist oft notwendig, wenn Lebensmittel/Waren in leichten Nutzfahrzeugen (weniger als 3,5 T.) transportiert werden, die nicht mit Hebevorrichtungen ausgestattet sind: dabei muss sehr darauf geachtet werden, das Fahrzeug nicht zu überladen und seine Insassen so zu schützen, dass die Ladung die Folgen eines Verkehrsunfalls nicht verschlimmert (zum Beispiel durch eine Trennwand zwischen Kabine und Ladung).

Um unnötige Risiken zu vermeiden, reichen folgende Maßnahmen:

  • Lieferwagen richtig beladen, indem schwere Lasten immer unter den leichteren Waren platziert werden.
  • Die Ladung ausbalancieren, um das Entladen des Fahrzeugs zu erleichtern.
  • Die Paletten oder Kästen richtig aneinander stellen, um das Herausfallen von Lebensmitteln beim Öffnen der Türen zu vermeiden.

Durch diese Maßnahmen wird das Verletzungsrisiko reduziert, aber Rücken- und Kreislaufprobleme sowie Muskelverletzungen bleiben häufig.

Kurzum

Die Lkw-Verladung ist einer der wichtigsten Schritte beim Gütertransport: um diesen Vorgang zu vereinfachen, sollten Hebevorrichtungen (Ladebordwand, Kran usw.) oder Zubehör verwendet werden, das den Transport von Paletten erleichtert.

Das Wichtigste ist, Arbeitsunfalle bestmöglich zu vermeiden: Reparatur und Kontrolle von Geräten, Einrichtung von Sicherheitsbarrieren und Einhaltung der Regeln für die Nutzung von Maschinen.

Quellen:

https://www.inrs.fr/

https://www.ameli.fr/entreprise/sante-travail/votre-secteur/transport-routier-marchandises-voyageurs

https://conduite-routiere.enseigne.ac-lyon.fr/spip/IMG/pdf/guide_hayon.pdf

https://www.lemoniteur.fr/article/attention-aux-hayons-elevateurs-mal-entretenus.2009659

https://www.monsieurcapa.fr/pourquoi-utiliser-un-hayon-sur-un-vehicule-utilitaire/

https://www.viaprevention.com/

 

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