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Transport & Logistik

Die richtige Hubarbeitsbühne auswählen: das passende Fahrzeug für maximale Sicherheit mieten

Einen Glasfaseranschluss legen, die Glühbirnen von Straßenlaternen wechseln oder Weihnachtsdekoration anbringen oder abnehmen. Alle diese Arbeiten erfordern ein bestimmtes Baugerät: die Hubarbeitsbühne.

In Verbindung mit einem leichten Nutzfahrzeug oder einem Lastkraftwagen eröffnen sie Zugang zu einem Arbeitsbereich in erhöhter Lage, um Wartungs-, Reparatur-, Pflege- oder Reinigungsarbeiten durchzuführen. Wie wählt man das richtige Fahrzeug?

Kriterien für die richtige Wahl einer Hubarbeitsbühne

Lkw-Hubarbeitsbühnen lassen sich in zwei Kategorien einteilen: leichte und schwere Fahrzeuge. In Frankreich sind 80% der Hubarbeitsbühnen Plattformen von 3,5t oder Transporter von 3,5t beziehungsweise 80% der Arbeitsbühnen sind für maximal 3,5t ausgelegt.

Pierre Dalla-Corte, der bei FRAIKIN als Projektleiter für Material und Fahrzeuge mit Hubarbeitsbühnen zuständig ist, bestätigt uns, “dass die meisten Kunden ihre Bedürfnisse kennen”.

Dieses Bedürfnis zur erkennen, um nichts dem Zufall überlassen, ist schon Teil der Auditphase …

Das Arbeitsbühnenfahrzeug nach Art der Aufgabe auswählen

Die Wahl des idealen Fahrzeugs richtet sich nach der Art des durchzuführenden Arbeitseinsatzes.

Telekommunikationsunternehmen stehen für 80 % der Verwendung von mit Hubhebebühnen ausgestatteten Nutzfahrzeugen: sie erfordern eine Höhe von 6 Metern (manchmal bis zu 8 Metern) und ausreichend Versatz, um Arbeiten am Netz ausführen zu können.

Bei Arbeiten an der Beleuchtung sind die Anforderungen anders geartet: zum Einsetzen von Glühbirnen (Straßenlaternen, städtische Dekoration) wird die doppelte Höhe benötigt (ungefähr 12 Meter). Ein großer seitlicher Versatz ist hingegen nicht vonnöten, da der Techniker am Einsatzort senkrecht nach oben fährt, ohne dabei seitlichen Bewegungsspielraum zu benötigen.

Für die Anbringung aller Arten von Beschilderung, Alarmanlagen oder Werbetafeln wird der gleiche Fahrzeugtyp mit maximaler Höhe erforderlich.

Nutzlast: ein entscheidender Faktor für die Auswahl eines Arbeitsbühnenfahrzeugs

Der entscheidende Faktor bei der Wahl eines Arbeitsbühnenfahrzeugs ist die Nutzlast: die zulässige Gesamtmasse entspricht der Summe des Leergewichts des Fahrzeugs und der zulässigen Gesamtmasse, die das Fahrzeug transportieren darf.

Nach geltenden Vorschriften beträgt das zulässige Gesamtgewicht eines “fahrbereiten” zweisitzigen Transporters mit Hubarbeitsbühne 3282 Kilo, wobei ein leichtes Nutzfahrzeug bis zu 3500 Kilo wiegen darf.

Diese 3282 Kilo setzen sich aus dem Fahrzeug, seiner Ausrüstung, dem Fahrer, dessen Gewicht auf 75 Kilo geschätzt wird, sowie allen Flüssigkeiten, wovon 90 % Kraftstoff ist, zusammen; die maximale Nutzlast beträgt also 218 Kilo.

Dieser Wert darf demnach nicht überschritten werden!

Um die Materialsicherheit und die Einhaltung dieser Vorschrift zu gewährleisten, hat Fraikin sogar eine Fehlermarge von 3 % eingeführt, also 100 Kilo, um die Sicherheit aller Kunden sicherzustellen. Oberhalb der zulässigen Belastung von 3 500 Kilo ist ein Lkw erforderlich.

Der Führerschein der Arbeitskraft

Für eine Kleintransporter-Hubarbeitsbühne von maximal 3,5t ist die Führerscheinklasse B ausreichend.

Wenn die Arbeiten den Transport größerer Lasten erfordern, ist ein Lkw vonnöten, der mindestens einen Führerschein der Klasse C benötigt.

Allerdings verfügen nur wenige Mitarbeiter in den Bereichen Telekom oder Beleuchtung über diese Art von Führerschein. Viele Kunden möchten möglicherweise nicht, dass ihre Mitarbeiter einen solchen Führerschein machen, um zu verhindern, dass sie als Lkw-Fahrer bei anderen Unternehmen anheuern.

Pierre Dalla-Corte erklärt uns, dass es eine Kompromisslösung gebe: die Führerscheinklasse C1.

Laut ihm “kann ein Fahrer nach dieser Ausbildung nur Lkws von höchsten 7,5 Tonnen fahren, was für eine Arbeitsbühne vollkommen ausreichend ist. Der Mitarbeiter wird so für die Fahrt mit diesem Fahrzeugtyp ausgebildet, wird aber nicht zum Kraftfahrer umgeschult.”

Eine Lkw-Arbeitsbühne mieten: Sicherheit geht vor

Stürze von der Arbeitsplattform, Stromschläge, ein Umkippen der Bühne oder eine Kollision gehören zu den häufigsten Unfällen bei der Nutzung von Hubarbeitsbühnen.

In seinem globalen Bericht 2020 zählte der internationale Verband für Hubarbeitsbühnen (IPAF) 736 Unfälle für den Zeitraum zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 31. Dezember 2020, an denen 768 Personen beteiligt waren.

Die Branchen, in denen die meisten Todesfälle zu beklagen sind, sind die Forstwirtschaft und das Bauwesen, gefolgt von Wartungs- und Telekommunikationsunternehmen.

Fraikin ist bei diesem Punkt kompromisslos und Pierre Dalla-Corte hebt dies nochmals hervor: “Wir spielen nicht mit der Sicherheit unserer Kunden.”

Ein Fahrzeug mit Hubarbeitsbühne, das nicht über eine ausreichende Höhe verfügt, zwingt den Mitarbeiter dazu, auf das Geländer zu klettern, was strengstens verboten und extrem gefährlich ist.

Eine Überladung ist ebenfalls Ursache zahlreicher Unfälle:

– Umkippen des überladenen Fahrzeugs;

– Bremsen vor einem Hindernis wird unmöglich: wenn die Lkw-Arbeitsbühne zu schwer beladen ist, kann das Fahrzeug nicht rechtzeitig zum Stehen kommen.

Es muss also strengstens auf die Auswahl des Fahrzeugs mit Hubarbeitsbühne und auf die Nutzlast geachtet werden.

Pierre Dalla-Corte erinnert daran, dass der Kunde seiner Verantwortung gerecht werden müsse und die gesetzlich und vom verleihenden Unternehmen vorgeschriebene Beladungsgrenze nicht überschritten dürfe: “Die Behörden müssen sich dessen bewusst werden und verstärkt entsprechende Kontrollen durchführen.”

Der Hybrid-Lkw mit Arbeitsbühne: die umweltbewusste Wahl

Aufgrund seiner Bauweise kann ein Lkw mit Hubarbeitsbühne nicht komplett elektrisch sein. In einigen Anforderungsprofilen öffentlicher Aufträge kann jedoch vorgeschrieben sein, dass die Baumaschinen emissionsfrei zu sein haben.

Die Hubarbeitsbühne funktioniert mit hydraulischer Energie: eine Pumpe setzt das Öl unter Druck, das die Zylinder antreibt. Sie ist in der Regel mit einer Riemenscheibe an der Vorderseite des Fahrzeugs am Verbrennungsmotor verbunden: eine Vorrichtung die bis vor drei Jahren bei Fahrzeugbauern noch weit verbreitet war, aber nicht nur sehr pannenanfällig, sondern auch sehr umweltschädlich war.

Zum einen verursachen ständige Vibrationen des Motors Schäden an der Hydraulikpumpe, da diese durch das Fahrzeug mit der Vorderseite des Lkws verbunden ist.

Zum anderen bleibt der Verbrennungsmotor stets eingeschaltet, denn die hydraulische Pumpe ist mit ihm verbunden und kann bei ausgeschaltetem Motor nicht funktionieren.

Seit einigen Jahren kann eine Hydraulikpumpe von einem Elektromotor angetrieben werden, der sich im hinteren Teil des Fahrzeugs befindet. Ein zusätzliches Akkupack versorgt die Pumpe unabhängig vom Verbrennungsmotor mit Strom: so kann dieser während des Einsatzes abgeschaltet werden.

Diese Lösung ist weniger anfällig für Pannen, aber vor allem arbeitet die Lkw-Hubarbeitsbühne “emissionsfrei” und geräuschlos!

Der autonome Betrieb der Arbeitsbühne sorgt für erhebliche Einsparungen beim Kraftstoffverbrauch und die so ausgestatteten Fahrzeuge werden bei Kunden immer beliebter. Laut Pierre Dalla-Corte “hatten wir vor drei Jahren etwa zwanzig dieser Fahrzeuge im Umlauf, im Jahr 2021 haben wir zwischen 130 und 140 davon vermietet. Sie ersetzen kein vollelektrisches Fahrzeug, aber sie tragen ihren Teil zum Kampf gegen den Klimawandel bei.”

Kurzum:

Um das richtige Fahrzeug mit Hubarbeitsbühne auszuwählen, bedarf es vor allem des Rats eines Experten: klar die eigenen Bedürfnisse in Übereinstimmung mit dem Fahrzeugverleiher festlegen, aber auch alle möglichen Vorkehrungen treffen, um Gefahren zu vermeiden und gesetzliche Beschränkungen einzuhalten, insbesondere hinsichtlich der Nutzlast.

https://www.ornikar.com/permis/conseils-conduite/chargement/charge-utile-auto

https://issuu.com/ipaf.org/docs/pu-1086-0621-1-fr

https://tracktor.fr/guide/camion-nacelle-vl-ou-pl

https://www.systemed.fr/charpente-couverture/camion-nacelle-pour-etre-a-hauteur,2558.html

 

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